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Xi'an Special

Stolze Metropole des Westens



Inhalt:

Einleitung

Stadtmauer

Zentrum und muslimisches Viertel

Große und Kleine Wildganspagode

Museen und Tempel

Terrakotta-Armee

Jenseits von Xi'an

Auf dem Dorf


Einleitung

Xi'an (西安), der "westliche Frieden", ist die Hauptstadt der Provinz Shaanxi (陝西) und blickt ähnlich wie Beijing auf eine lange Geschichte zurück. Unter dem Namen Chang'an (长安) war sie mehrere Male Hauptstadt des chinesischen Kaiserreichs (allerdings befindet sich Xi'an nicht unmittelbar auf dem ehemaligen Stadtgebiet Chang'ans), unter anderem während der besonders ruhmreichen Tang-Dynastie (Tangchao, 唐朝, 618-907). Kein Wunder also, dass die Bewohner Xi'ans oft mit großem Stolz von ihrer Stadt sprechen und den bäuerlichen Shaanxi-Dialekt zuweilen scherzhaft als die eigentliche Nationalsprache Chinas bezeichnen (wobei man den Shaanxi-Dialekt in Xi'an selbst eher selten zu hören bekommt). Das reiche historische und kulturelle Erbe der Stadt kommt in der großen Zahl historischer Sehenswürdigkeiten in und um Xi'an zum Ausdruck. Dieses Reisespecial soll Ihnen einen kleinen Einblick in die Vielfalt und Faszination Xi'ans verschaffen.

Anreise von Beijing: Xi'an ist von Beijing aus sowohl mit dem Flugzeug, als auch mit dem Zug sehr gut zu erreichen. Der Flughafen ist allerdings ziemlich weit von der Stadt entfernt und verfügt nur über eine Busanbindung zur Stadt. Wer hingegen mit dem Zug in Xi'an ankommt, befindet sich gleich im Herzen der Stadt, denn der Hauptbahnhof liegt direkt an der das Zentrum umgebenden Stadtmauer. Empfehlenswert und mit ca. 20-30 Euro ziemlich günstig ist die Zugfahrt im Schlafwagen. Man checkt am frühen Abend in Beijing am Westbahnhof (Xizhan, 西站) ein und erreicht Xi'an ausgeruht am nächsten Morgen gegen 6.00 oder 7.00 Uhr. Die Tickets müssen in der Regel mehrere Tage vor Abfahrt gebucht werden.

Verkehrssystem von Xi'an: Xi'an ist momentan fleißig dabei, ein eigenes U-Bahn-Netz aufzubauen, die ersten Linien sollen bereits 2011 ihren Betrieb aufnehmen. Derzeit wird der gesamte öffentliche Verkehr jedoch noch über Busse abgewickelt. Im Zentrum innerhalb der Stadtmauern kommt man auch zu Fuß relativ gut von einem Ort zum anderen. Dort fließt der Verkehr meist auch zähflüssig genug, um die Straßen sicher überqueren zu können. Aufpassen sollte man allerdings auf die zahlreichen nahezu lautlosen Mopeds, die gerne auch mal auf den Fußwegen unterwegs sind. Wer es lieber ganz bequem hat, und mit dem Taxi fahren möchte, kann in Xi'an allerdings leicht in Verzweifelung geraten. Insbesondere zu Zeiten von Schichtwechseln (meist am späten Nachmittag) wird sich kaum ein Taxi finden lassen. Außerdem sind viele Fahrer nicht besonders gut mit der Stadt vertraut und finden selbst weithin bekannte Straßen und Plätze nicht problemlos auf, bzw. verweigern von vornherein die Fahrt dorthin. Die blauen Taxen in den Außenbezirken Xi'ans sind übrigens auf diese beschränkt und werden in der Regel keine Fahrten ins Zentrum übernehmen.

Links:

Xi'an Municipal Government. Offizielle Webseite der Stadt Xi'an. (Englisch / Chinesisch)

Wikipedia - Xi'an. Wikipedia-Seite zu Xi'an. (Deutsch)

China Highlights - Xi'an. Umfangreicher Online-Reiseführer zu Xi'an. (Englisch)

Travelchinaguide - Xi'an. Ebenfalls ein umfangreicher Online-Reiseführer zu Xi'an. (Englisch)

Jiatong Daxue. Webseite der Jiaotong Universität. (Englisch / Chinesisch)

Tang Paradise. Webseite des Themenparks Tang Paradise. (Chinesisch / Englisch)

Daminggong National Site Park. Webseite des Daminggong-Parks. (Englisch / Chinesisch)

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Stadtmauer

Eine Besonderheit Xi'ans, die jedem Besucher sofort ins Auge sticht, ist die praktisch vollständig erhaltene (wenngleich aufwändig renovierte) Stadtmauer (Xi'an Chengqiang, 西安城墙), welche das historische Stadtzentrum Xi'ans umschließt. Die insgesamt zirka 13,7 Kilometer lange Mauer ist (gegen ein Entgelt) komplett begehbar, Auf- und Abstiegsmöglichkeiten bestehen an allen größeren Stadttoren. Ein kompletter Rundgang kann zu Fuß zweifelsohne recht ermüdend sein, es besteht aber die Möglichkeit Fahrräder zu mieten oder sich in einem Elektromobil fahren zu lassen. Besonders lohnenswert und auch zu Fuß gut zu schaffen, ist aber die Strecke zwischen dem östlichen und dem südlichen Stadttor. Entlang der Außenseite der Mauer befindet sich überdies eine Parkanlage, die ebenfalls fast das gesamte Stadtzentrum mit umschließt. Vor allem in den Abendstunden werden dieser Park, sowie viele der Stadttore zu Treffpunkten von Musikern, Tanzgruppen und Künstlern, ein Abstecher zur Mauer lohnt sich also auch noch nach Einbruch der Dunkelheit, auch wenn sie dann leider nicht mehr bestiegen werden kann.

Wikipedia - Stadtmauer von Xi'an. Wikipedia-Seite zur Stadtmauer von Xi'an. (Deutsch)

Travelchinaguide - Xi'an City Wall. Artikel zur Stadtmauer. (Englisch)

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Zentrum und muslimisches Viertel

Durch die Stadtmauer verfügt Xi'an über ein sehr klar umrissenes Zentrum, tatsächlich befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten Xi'ans (mit einigen wichtigen Ausnahmen) innerhalb dieser etwa 12 Quadratkilometer großen Stadtfläche. Das moderne Xi'an ist freilich schon weit über die Mauern hinausgewachsen. Innerhalb der Mauern stellt der Glockenturm (Zhonglou, 钟楼) den vielleicht besten Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Stadt dar. Der Turm befindet sich heute auf einer Verkehrsinsel und kann nur über eine Unterführung erreicht werden. Eine kleine Parkanlage trennt den Glockenturm zudem vom benachbarten Trommelturm (Gulou, 鼓楼). Insbesondere der Trommelturm lohnt aufgrund der täglich stattfindenden Trommelaufführungen einen Besuch.

Gleich hinter dem Trommelturm erstreckt sich schließlich das muslimische Viertel von Xi'an. Hier lebt ein Großteil der etwa 80.000 Hui (Huizu, 回族) von Xi'an. Die Hui sind chinesischsprachig und muslimischen Glaubens, sie gehören zu den 56 offiziell anerkannten Minderheiten Chinas. Die Hui-Männer sind meist leicht an ihren typischen, weißen Kopfbedeckungen zu erkennen. Die Frauen hingegen tragen oft Kopftücher, welche zwar Haare und Schultern, nicht jedoch das Gesicht verdecken. Das muslimische Viertel ist zweifelsohne stark kommerzialisiert, entbehrt aber nicht eines gewissen Reizes. Insbesondere die ruhigeren Seitengassen entfalten eine ganz besondere Atmosphäre. Empfehlenswert ist diesbezüglich ein Spaziergang durch die Straßen und Gassen rund um den Lianhu-Park (Lianhu Gongyuan, 莲湖公园). Die etwas versteckt gelegene Große Moschee von Xi'an (Xi'an Daqingzhensi, 西安大清真寺) bildet das eigentliche religiöse Zentrum des Viertels. Rein äußerlich unterscheidet sie sich auf den ersten Blick nicht sonderlich von der typischen chinesischen Tempelarchitektur. Beim genaueren Hinsehen offenbaren sich dann aber doch diverse Unterschiede, etwa was die Anordnung der Wege und Gebäude betrifft. Teile der Moschee werden zwar derzeit (Herbst 2010) restauriert, allerdings machen die Bauarbeiten einen Besuch durchaus nicht weniger lohnenswert.

Wikipedia - Bell Tower of Xi'an. Wikipedia-Seite zum Glockenturm. (Englisch)

Wikipedia - Drum Tower of Xi'an. Wikipedia-Seite zum Trommelturm. (Englisch)

Foreignercn.com - Xi'an Drum Tower. Weiterer Artikel zum Trommelturm. (Englisch)

China Tour Online - The Muslim Quarter of Xi'an. Artikel zum muslimischen Viertel. (Englisch)

Randomwire - Muslim Quarter Street Market. Artikel zum Straßenmarkt im muslimischen Viertel. (Englisch)

Expo2011 - Gao Family Courtyard House. Kurzer Artikel zum Anwesen der Familie Gao. (Englisch)

Wikipedia - Moschee zu Xi'an. Wikipedia-Seite zur Großen Moschee von Xi'an. (Deutsch)

Archnet - Great Mosque of Xi'an. Auf dieser Seite wird ausführlich auf die Architektur der Moschee eingegangen. (Englisch)

Baidu - Daxuexixiang Moschee. Artikel zur Daxuexixiang Moschee. (Chinesisch)

Baidu - Xi'an Chenghuang Miao. Artikel zum Stadtgott-Tempel von Xi'an. (Chinesisch)

Chinatravel20.com - Defuxiang Bar Street. Chinesischer Blog-Eintrag zur Defuxiang mit etwas eigenwilliger englischer Übersetzung. (Chinesisch / Englisch)

Baidu - Xiangzi Miao. Artikel zum Xiangzi-Tempel. (Chinesisch)

Visitourchina.com - Shuyuan Gate Culture Street. Artikel zur Shuyuanmen-Kulturstraße. (Englisch)

Xian-Travel.info - Luomashi Fashion Street. Artikel zur Luomashi Fußgängerzone. (Englisch)

Seera.com - Xi'an Famous Streets. Seite zu verschiedenen bekannten Straßen Xi'ans. (Englisch)

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Große und Kleine Wildganspagode

Die Große Wildganspagode (Dayanta, 大雁塔) gehört gemeinsam mit dem sie umgebenden Daci'en-Tempel (Daci'en Si, 大慈恩寺) zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Xi'ans und ist de facto weit über Xi'an hinaus bekannt. Die heute 64 Meter hohe Pagode wurde in der Tang-Zeit (Tangchao, 唐朝, 618-907) errichtet. Seit einem Erdbeben im Jahr 1556 ist die Pagode leicht nach Westen geneigt. Die Idee für den Bau der Pagode geht auf den berühmten Mönch Xuanzang (玄奘, 602 o. 603 - 664) zurück, der im Daci'en-Tempel Sutren übersetzte, die er von seiner langjährigen Pilgerreise nach Indien mitgebracht hatte. Das zusätzliche Eintrittsgeld für die Pagode schreckt vielleicht den einen oder anderen Besucher ab, allerdings sollte man zumindest bei gutem Wetter auf keinen Fall darauf verzichten, da sich von der Pagode aus ein sehr schöner Blick auf die Tempelanlage und die umliegende Stadt bietet.

Die ebenfalls aus der Tang-Zeit stammende Kleine Wildganspagode (Xiaoyanta, 小雁塔) zieht nicht ganz so viele Besucher an und befindet sich auch nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, in der Nähe der Großen Wildganspagode. Mit ihren 43 Metern Höhe ist aber auch die Kleine Wildganspagode ein stattliches Bauwerk und kann ebenfalls bestiegen werden. Der Weg auf die Aussichtsplattform auf der Spitze der Pagode wird in den oberen Stockwerken allerdings ziemlich schmal, für einige Besucher womöglich sogar zu schmal. Auch hier sei aber dringend empfohlen, die mit dem Aufstieg verbundenen Mühen auf sich zu nehmen, die Aussicht entschädigt dafür allemal. Zur Kleinen Wildganspagode gehört auch eine Tempelanlage, der so genannte Jianfu-Tempel (Jianfu Si, 荐福寺). Sehenswert ist zudem das städtische Museum, dessen Besuch im Eintrittsgeld mit inbegriffen ist.

Wikipedia - Große Wildganspagode. Wikipedia-Seite zur Großen Wildganspagode. (Deutsch)

China-Guide - Große Wildganspagode. Artikel zur Großen Wildganspagode. (Deutsch)

Travelchinaguide - Big Wild Goose Pagoda. Weiterer Artikel zur Großen Wildganspagode. (Englisch)

Chinaculture.org - Daci'en Temple. Artikel zum Daci'en Temple. (Englisch)

Wikipedia - Xuanzang. Wikipedia-Seite zum Pilgermönch Xuanzang. (Deutsch)

Wikipedia - Kleine Wildganspagode. Wikipedia-Seite zur Kleinen Wildganspagode. (Deutsch)

Wikipedia - Jianfu Temple. Wikipedia-Seite zum Jianfu-Tempel. (Englisch)

Chinaculture.org - Small Wild Goose Pagoda. Artikel zur Kleinen Wildganspagode. (Englisch)

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Museen und Tempel

Xi'an verfügt über eine beachtliche Zahl an Museen und Tempelanlagen. Einen knappen Kilometer außerhalb vom Osttor der Stadtmauer entfernt befindet sich etwa der kleine buddhistische Wangji Tempel (Wangjisi, 罔极寺). Von allen Seiten von rasch in die Höhe wachsenden Neubauten umgeben, fühlt man sich in der schönen, wenngleich leicht baufälligen Tempelanlage regelrecht belagert. Ein ganz ähnliches Gefühl mag einem bei einem Besuch der Xi'aner Stadtmauer befallen, wenn man den Blick vom historischen Stadtkern auf das neue, sich hinter der Mauer erstreckende Xi'an schweifen lässt. Dieser Eindruck wird sich in Zukunft wohl noch verstärken, denn Xi'ans Bevölkerung soll in den kommenden Jahren verdoppelt, die Stadt zur überregional bedeutsamen Metropole ausgebaut werden. Jeder Besucher der Stadt wird freilich bestätigen können, dass Xi'an dies in keiner Weise nötig hat. Im Hinblick auf die staatlichen Bemühungen, den Westen Chinas zu "öffnen" und dem deutlich weiter entwickelten Osten des Landes anzugleichen, mag diese radikale Entwicklungsstrategie ihre Berechtigung haben. Es bleibt nur zu hoffen, dass dabei die kulturelle Vielfalt und Einzigartigkeit Xi'ans trotzdem weiter erhalten werden kann.

Ein Abstecher zum Wangji-Tempel lohnt sich vor allem auch deswegen, weil sich nur wenige Wegminuten vom Tempel entfernt eine weitere höchst eindrucksvolle Tempelanlage befindet: der Tempel der Acht Unsterblichen (Baxian'an, 八仙庵). Dabei handelt es sich um den wohl größten daoistischen Tempel Xi'ans. Die vielleicht interessanteste Tempelanlage Xi'ans ist aber der buddhistische Daxingshan-Tempel (Daxingshansi, 大兴善寺), dessen Besuch sich wiederum sehr gut mit dem der Kleinen Wildganspagode verbinden lässt. Die Ursprünge dieses architektonisch ausgesprochen vielfältigen Tempels reichen bis in die Zeit der Westlichen Jin-Dynastie (Xi Jin, 西晋, 265-316) zurück.

Ein Museum der besonderen Art stellt das auch als Stelenwald von Xi'an bekannte Beilin Museum (Beilin Bowuguan, 碑林博物馆) dar. Die Bezeichnung "Stelenwald" kommt nicht von ungefähr, denn auf dem Gelände des ehemaligen Konfuzius-Tempels wurden etwa 3000 mit den Texten chinesischer Klassiker beschriftete Stelen untergebracht. Das Museum beherbergt unter anderem auch eine große Sammlung wertvoller Buddha-Statuen und lohnt sich somit auch für Besucher ohne Chinesisch-Kenntnisse, für welche eine Besichtigung der Stelen allein ansonsten wohl etwas unbefriedigend sein könnte. Wer sich hingegen ein wenig für die jüngere Geschichte Xi'ans interessiert, sei ein Besuch in der ehemaligen Residenz von Zhang Xueliang (Zhang Xueliang Gongguan, 张学良公馆) empfohlen. Der General und Warlord Zhang Xueliang (张学良, 3.6.1901 - 14.10.2001) erlangte vor allem durch den so genannten Zwischenfall von Xi'an (Xi'an Shibian, 西安事变) vom Dezember 1936 Berühmtheit, bei welchem dieser gemeinsam mit General Yang Hucheng (杨虎城, 26.11.1893 - 6.9.1949) den Generalissimo Chiang Kai-shek (Jiang Jieshi, 蔣介石, 31.10.1887 - 5.4.1975) vorübergehend gefangennehmen ließ, um ihn zur Zusammenarbeit der Nationalisten mit den Kommunisten im Kampf gegen Japan zu bewegen. Das Museum verfügt über eine sehr umfangreiche Fotoausstellung, die durch zahlreiche Ausstellungsstücke aus der damaligen Zeit ergänzt wird.

Chinatravel.com - Former Residence of General Zhang Xueliang. Artikel zur Residenz von Zhang Xueliang. (Englisch)

Chinaculture.org - Site of the Xi'an Incident. Weiterer Artikel zur Residenz. (Englisch)

Wikipedia - Zwischenfall von Xi'an. Wikipedia-Seite zum Zwischenfall von Xi'an. (Deutsch)

Wikipedia - Zhang Xueliang. Wikipedia-Seite zu Zhang Xueliang. (Deutsch)

Beilin Bowuguan. Offizielle Webseite des Beilin Museums. (Chinesisch)

Wikipedia - Stelenwald von Xi'an. Wikipedia-Seite zum Beilin Museum. (Deutsch)

Travelchinaguide - Forest of Stone Steles Museum. Artikel zum Beilin Museum. (Englisch)

Wikipedia - Wolong Temple. Wikipedia-Seite zum Wolong Tempel. (Englisch)

Travelchinaguide - Guangren Lama Temple. Artikel zum Guangren Tempel. (Englisch)

Woodenfish - Wangji Temple. Artikel zum Wangji Tempel. (Englisch)

Foreignercn.com - Ba Xian An Monastery. Artikel zum Tempel der Acht Unsterblichen. (Englisch)

Wikipedia - Acht Unsterbliche. Wikipedia-Seite zu den Acht Unsterblichen. (Deutsch)

Chinatour360 - Green Dragon Temple. Artikel zum Qinglong Tempel. (Englisch)

Travelchinaguide - Daxingshan Temple. Artikel zum Daxingshan Tempel. (Englisch)

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Terrakotta-Armee

Für viele Touristen ist Xi'an nur das Sprungbrett für den Besuch der etwa 40 Kilometer vom eigentlichen Stadtgebiet entfernt bei Lintong (临潼) gelegenen Terrakotta-Armee (Bingmayong, 兵马俑). Selbst wer nur wenig Zeit mitbringt, sollte sich aber zumindest einen Besuch des historischen Stadtzentrums von Xi'an nicht entgehen lassen. Zweifelsohne ist und bleibt aber die Terrakotta-Armee für viele Besucher der touristische Höhepunkt einer Reise nach Xi'an oder gar nach China insgesamt. Zu welchem Schluss der Besucher am Ende auch gelangen mag, am Anfang stellt sich zunächst einmal doch nur die banale Frage, wie die Anreise zu bewerkstelligen ist. Eine schier endlose Armada von Bussen und Taxen steht dafür jederzeit bereit, die Preise schwanken jedoch erheblich. Die vielleicht günstigste und dabei gleichzeitig sehr komfortable Möglichkeit stellt wohl die Buslinie 306 dar, welche ein kleines Stück östlich vom Eingang zum Hauptbahnhof abfährt. Für nur sieben Kuai fährt dieser Bus in etwa einer dreiviertel Stunde bis zur Terrakotta-Armee, hält zuvor aber auch bei anderen interessanten Sehenswürdigkeiten wie Huaqingchi (华清池) und Lishan (骊山). Von der Endhaltestelle bis zur Fundstätte ist noch ein ca. ein Kilometer langer Fußweg zurückzulegen. Die Terrakotta-Armee ist Teil der noch längst nicht vollständig erschlossenen Grabanlage des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi (秦始皇帝, 259 v. Chr. - 210 v. Chr.). Dieser hatte die verschiedenen chinesischen Königreiche (auf kriegerischem Wege) geeint und anschließend die äußerst kurzlebige Qin-Dynastie (Qinchao, 秦朝, 221 v. Chr. - 207 v. Chr.) begründet. Qin Shihuangdi sorgte zudem für ein einheitliches Währungssystem und standardisierte die chinesische Schrift. Einen guten historischen Ruf hat er deswegen aber nicht, vielmehr ist der erste Kaiser für seine tyrannische Herrschaftsweise und geradezu größenwahnsinnigen Bauprojekte bekannt. Dazu gehört neben der chinesischen Mauer eben auch die Terrakotta-Armee, die sich aus zirca 7000 individuell verschiedenen Tonkriegern zusammensetzt (zu sehen sind davon allerdings "nur" etwa 1000 Soldaten). In einem gesonderten Museum gibt es zudem viele weitere historische Fundstücke, sowie einige besonders herausragende Tongfiguren (die übrigens alle lebensgroß gestaltet sind) in gesonderten Glasvitrinen zu sehen. Inklusive An- und Abreise sollte ein Besuch der Terrakotta-Armee am Besten als Tagesausflug geplant werden. Nach Möglichkeit sollte man Besuche an Wochenenden und vor allem Feiertagen vermeiden, da sich die Besuchermassen dann schnell ins Unerträgliche steigern.

Wikipedia - Mausoleum Qin Shihuangdis. Wikipedia-Seite zur Grabanlage. (Deutsch)

China-Guide - Terrakotta-Armee. Artikel zur Terrakotta-Armee. (Deutsch)

Schätze der Welt - Die tönernen Krieger des 1. Kaisers. Beitrag der Sendereihe Schätze der Welt zur Terrakotta-Armee. (Deutsch)

Terrakotta-Armee in Weilburg. In Weilburg an der Lahn besteht die Möglichkeit sich über 300 Original-Nachbildungen von Kriegern der Terrakotta-Armee anzusehen. (Deutsch)

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Jenseits von Xi'an

Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt finden sich im größeren Einzugsgebiet Xi'ans noch viele weitere touristisch interessante Orte, die sich längst nicht nur auf das Umfeld der Terrakotta-Armee beschränken. Außerdem stellt Xi'an den idealen Ausgangspunkt für Reisen zu noch entfernter gelegenen Zielen in der gesamten Provinz Shaanxi dar, wie zum Beispiel Yan'an (延安). Problemlos im Rahmen einer Tagestour zu erreichen ist aber beispielsweise der buddhistische Famen-Tempel (Famensi, 法门寺). Angesichts der Vielzahl sehenswerter Stätten verwundert es wenig, dass so manche Attraktion in kaum einen Reiseführer Erwähnung findet. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa der prächtige Stadtgott-Tempel (Sanyuan Chenghuang Miao, 三原城隍庙) in der kleinen Kreisstadt Sanyuan (三原), ungefähr eine Autostunde von Xi'an entfernt. Wie überall in China lohnt es sich also, ein wenig auf Entdeckungsreise zu gehen und sich auch einmal jenseits ausgetretener Pfade zu bewegen.

Links:

Famensi. Offizielle Webseite des Famen-Tempels. (Chinesisch)

Wikipedia - Famensi. Wikipedia-Seite zum Famen-Tempel. (Deutsch)

Hudong - Dongfang Dafogong. Artikel zum Dongfang Dafogong. (Chinesisch)

Chinabravo - City God Temple in Sanyuan. Artikel zum Stadtgott-Tempel von Sanyuan. (Englisch)

Hudong - Sanyuan Chenghuang Miao. Weiterer Artikel zum Stadtgott-Tempel von Sanyuan. (Chinesisch)

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Auf dem Dorf

Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte bei einer Reise in die doch sehr ländlich geprägte Provinz Shaanxi den Besuch eines chinesischen Dorfs in Erwägung ziehen. Dabei lernt man viel über die Arbeit und den Alltag chinesischer Bauern, die trotz der rasant fortschreitenden Urbanisierung des Landes immer noch den Großteil der chinesischen Bevölkerung ausmachen. Die landwirtschaftliche Produktpalette der Bauern von Shaanxi ist durchaus vielfältig, besonders viel Raum nimmt allerdings der Maisanbau ein. In der folgenden Fotogalerie wird daher auch besonders auf die Maisernte eingegangen.

Links:

Wikipedia - Lössplateau. Wikipedia-Seite zum Lössplateau. (Deutsch)

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