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Speisen in Beijing


Inhalt

Einleitung

Zhou oder das chinesische Frühstück

Nahrungsmittel kaufen

Westliches und chinesisches Fast-Food

Nicht-chinesische Küche

Straßenimbiss

Im chinesischen Restaurant

Kuchen und Backwaren

Tee und Teehäuser


Einleitung

In Beijing lässt sich fast die gesamte Vielfalt der chinesischen Küche erleben, ebenso wie die internationale Küche. Wer sich also in Beijing aufhält, begibt sich unweigerlich auch auf eine kulinarische Reise, zumal Essen das Gesprächsthema Nummer Eins und die absolute Lieblingsbeschäftigung der Chinesen ist. Der folgende Artikel bietet einen ersten Einstieg in dieses äußerst wichtige und leckere Thema. Falls Sie typische chinesische Gerichte selbst zu Hause zu bereiten möchen, finden Sie hier einige Kochrezepte.

Zhou (粥) oder das chinesische Frühstück

Bei aller Begeisterung für die chinesische Küche, das chinesische Frühstück ist, soweit überhaupt vorhanden, mehr als gewöhnungsbedürftig. Tatsächlich habe ich noch keinen Westler getroffen, der sich damit hätte anfreunden können (es gibt sie aber sicher, irgendwo). Wie bereits angedeutet, spielt das Frühstück für Chinesen nur eine untergeordnete Rolle. Außerordentlich wichtig hingegen sind Mittags- und Abendessen, beides warme Mahlzeiten. Hier ist dann kein Aufwand zu viel und Kosten scheinen dann bei den an sich sehr sparsamen Chinesen plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Doch zum Frühstück begnügt man sich in Beijing oft mit einem Mantou (馒头), eine Art Dampfbrötchen. Dazu kann man sauer eingelegtes Gemüse oder Wurst essen. Zu "Trinken" gibt es Zhou (粥), Reisbrei, den es in allen möglichen Variationen gibt und der auch zu jeder anderen Tageszeit gerne gegessen wird. Nicht selten besteht das Frühstück auch nur aus diesem Reisbrei. Ebenfalls beliebt und zumindest in Nordchina weit verbreitet sind Baozi (包子), meist mit Fleisch gefüllte Hefeteigbällchen.

Natürlich ist damit nicht die ganze Vielfalt des chinesischen Frühstücks erfasst, es gibt zum Beispiel noch sehr viele weitere Arten von Gebäck zum Verzehr, das man morgens quasi überall auf der Straße kaufen kann. Im Wesentlichen ist das Frühstück jedoch so wie oben beschrieben. Doch zumindest in Beijing braucht niemand auf sein gewohntes Frühstück zu verzichten, alles was man dazu braucht, findet sich in den großen Supermärkten der Stadt.

Links:

Wikipedia - Mantou. Wikipedia-Seite zum chinesischen Dampfbrötchen. (Englisch)

Wikipedia - Rice Congee (Zhou). Wikipedia-Seite zum chinesischen Reisbrei. (Englisch)

Wikipedia - Baozi. Wikipedia-Seite über Baozi. (Englisch)

Saturdaymarket - Chinese Breakfast. Eine Seite rund ums chinesische Frühstück, das meiste sind jedoch Tageszeit unabhängige Snacks. (Englisch)

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Nahrungsmittel kaufen

Beijing hat eine beträchtliche Zahl von 24-Stunden-Supermärkten aufzuweisen, so dass es eigentlich zu jeder Tageszeit möglich ist, seinen Hunger zu stillen. Allerdings ist die Auswahl in besagten 24-Stunden Läden arg beschränkt und somit eher die letzte Wahl. Ausgedehnte Öffnungszeiten sind aber ohnehin fast überall die Regel, so gilt in Beijing z.B. die 7-Tage-Woche für Geschäfte. Die meisten Läden öffnen gegen acht, neun Uhr und schließen zwischen acht und zehn Uhr abends. Es gibt diverse kleinere Supermärkte und einige sehr große Supermarktketten, die sich über die gesamte Stadt verteilen. Die bekannteste dürfte Carrefour (chinesisch Jialefu, 家乐福) sein, deren Filialen sogar oft auf Stadtplänen eingezeichnet sind. Fast alles, was man so zum täglichen Leben benötigt, kann man dort relativ bequem einkaufen. Zwar sind die Großsupermärkte oft übervoll, lange Warteschlangen an den Kassen jedoch eher selten, da in der Regel immer alle Kassen besetzt sind. Obst und Gemüse kann man billiger und in größerer Auswahl auf einem der zahlreichen Märkte oder bei diversen Straßenhändlern bekommen.

Verpackungen: Spätestens wenn man das erste Mal in einem chinesischen Supermarkt einkaufen gewesen war, weiß man es: Chinesen verpacken alles, und zwar doppelt und dreifach. Ungefragt wird der Einkauf an der Kasse in unzähligen kleinen und großen Plastiktüten verstaut. Die Waren selbst sind ebenfalls bestens verpackt, Obst und Gemüse etwa, natürlich alles einzeln. Selbst bei einer Packung Kekse kann es vorkommen, dass alle Kekse nochmals einzeln verpackt sind. Zumindest die vielen Plastiktüten an der Kasse kann man (und sollte man wohl auch) ablehnen.

Links:

Carrefour China (家乐福). Chinesische Version der großen französischen Supermarktkette. (Chinesisch / Englisch)

Wu Mart (物美). Die chinesische Antwort auf Wal Mart. (Chinesisch / Englisch)

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Westliches und chinesisches Fast-Food

In Beijing sind fast alle großen westlichen Fast-Food-Ketten vertreten und zwar beinahe an jeder zweiten Straßenecke. Doch McDonalds, KFC und Pizza Hut sind hier nicht ohne Konkurrenz, japanische (z.B. Yoshinoya, 吉野家) und chinesische Fast-Food-Ketten (z.B. Yonghe King, 永和大王) stellen für sie sehr ernstzunehmende Gegner dar. Gemein haben sie alle ein gehobenes Preisniveau, es ist nicht sehr viel günstiger in Deutschland zu Pizza Hut zu gehen, als in Beijing. Nur mit dem Unterschied, dass man in Beijing für das gleiche Geld auch in einem chinesischen Restaurant speisen gehen kann. Warum also überhaupt Fast-Food? Für Ausländer ist es sicherlich um einiges unkomplizierter als in einem chinesischen Restaurant, außerdem sind sie mit den Speisen vertraut. Chinesen hingegen finden es oft einfach nur "hipp" in einem Fast-Food-Laden zu speisen, dementsprechend jung ist auch die Kundschaft. Der hohe Preis hingegen hängt wohl vor allem mit dem Ambiente zusammen: saubere, voll klimatisierte Räume sind die Regel. Bei Pizza Hut hat man gar das Gefühl ein Luxus-Restaurant betreten zu haben. Die Speisen selbst hingegen sind Fast-Food-typisch allenfalls von durchschnittlicher Qualität, von Pizzen sollte man sogar besser ganz die Finger lassen, zwei löbliche Ausnahmen sind weiter unten aufgeführt. Bei den Getränken ist zu beachten, dass es den in Restaurants obligatorischen Tee selbst in den chinesischen Fast-Food-Läden in der Regel nicht gibt. Wer trotzdem Tee fordert, bekomt dann meist einen sehr süßen Eistee angeboten. Fruchtsäfte erinnern oft an eine Art Gummibären-Getränk, auch im Supermarkt sollte man daher sicherheitshalber nur 100%igen-Fruchtsaft kaufen.

Adressen und Links:

Hutong-Pizza: einer der besten Pizza-Läden der Stadt kann vor allem auch von seiner günstigen Lage profitieren. Denn der Name kommt nicht von ungefähr, Hutong-Pizza ist inmitten der geschichtsträchtigen Hutongs (胡同) von Shichahai (什刹海) gelegen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich übrigens zwei der besten Musikshops der Stadt. Adresse: Xichengqu, Yindingqiao Hutong 9 (西城区, 银锭桥胡同 9).

The Tube: das vor allem von Studenten der nahe gelegenen pädagogischen Hochschule aufgesuchte Lokal hat die wahrscheinlich beste Pizza der Stadt zu bieten (keine Chance für Pizza Hut und Origus), diese kann auf Wunsch auch geliefert werden. Außerdem gibt es eine reiche Auswahl an Sandwichs. Vorsicht ist aber bei den Getränken geboten, ein Eiskaffee zum Beispiel besteht hier aus schwarzem Kaffee und Eiswürfeln. Adresse: Xinjiekou Waidajie (新街口外大街), in der Nähe der pädagogischen Hochschule, Shifan Daxue (师范大学), Haltestelle Tieshizifen (铁狮子坟).

Yoshinoya (吉野家). Homepage der japanischen Fast-Food-Kette, gilt als ziemlich gesund. (Japanisch)

HeHeGu (和合谷). Die Menus dieser chinesischen Fast-Food-Kette schmecken ganz ordentlich und machen sogar satt. (Chinesisch)

Yonghe King (永和大王). Eine der wichtigsten chinesischen Fast-Food-Ketten. (Chinesisch)

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Nicht-chinesische Küche

Natürlich gibt es in Beijing zahlreiche westliche Restaurants und Bars, doch das Angebot nicht-chinesischer Küche reicht weit darüber hinaus. Zum einen findet sich in der Stadt eine große Zahl koreanischer und japanischer Restaurants, zum anderen sind auch die Küchen der ethnischen Minderheiten Chinas in Beijing ausreichend vertreten. Dabei dominieren ganz klar die muslimischen Restaurants der ethnischen Minderheiten der Hui (回族) und der Uighuren (维吾尔族). Der Wunsch Restaurants mit nicht-chinesischer Küche aufzusuchen wird von Chinesen jedoch meist recht verständnislos aufgenommen. Schließlich gehört die chinesische Küche zu einer der besten und vielfältigsten der Welt. Während man auf die westlichen Restaurants auch getrost verzichten kann, spricht jedoch eigentlich wenig dagegen, einmal in ein koreanisches, japanisches oder auch ein Hui-Restaurant zu gehen, derartige Restaurants sind in Deutschland selten und meist ziemlich teuer. Aus chinesischer Sicht sind sie das zwar immer noch, doch ein deutscher Student kann sich in Beijing den Besuch etwa eines japanischen Restaurants durchaus leisten.

Die meisten Restaurants der Hui und Uighuren befinden sich im muslimischen Viertel Beijings, dessen zentrale Achse die Niujie (牛街) ist. Ein Besuch dieses Viertels ist ohnehin lohnenswert, da man hier eine ganz andere Seite Chinas zu Gesicht bekommt. Auch eine Moschee (Niujie Qingzhensi, 牛街清真寺) kann dort besucht werden. Diese ist zwar im chinesischen Stil erbaut worden, wird jedoch aktiv von den Muslimen Beijings genutzt. Japanische Restaurants, sowie Sushi-Bars verteilen sich etwas unregelmäßiger über die ganze Stadt und sind im Vergleich zu koreanischen Restaurants auch nicht so häufig. Die meisten koreanischen Restaurants befinden sich im koreanischen Viertel um Wudaokou (五道口). Jenseits davon gibt es selbstverständlich noch viel mehr zu entdecken, beispielsweise tibetische Restaurants. Als Hilfe bei der Suche mögen die folgenden Adressen und Links dienen:

Sushi-Bar beim Xidan (西单): direkt beim Xidan, einem der wichtigsten Einkaufsviertel Beijings befindet sich eine große, kaum zu übersehene Sushi-Bar, in der auch noch andere japanische Speisen bestellt werden können. Es kann zwar ziemlich voll werden, doch die Atmosphäre und die Qualität der Küche entschädigen allemal für eventuelle Wartezeiten.

Dining out in Beijing - Foreign Food. Nach Ländern sortierter Restaurantguide für Beijing. (Englisch)

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Straßenimbiss

Es muss nicht immer gleich ein Restaurant-Besuch sein, die Auswahl an Straßenimbissen ist schier unendlich groß. Beinahe überall (außer in reichen Wohngegenden und im Innenstadtbereich) und zu jeder Jahreszeit werden diverse Snacks und Leckereien auf der Straße angeboten. Besonders markant sind die Straßenbuden von Hui und Uighuren, die dort Rindfleisch am Spieß in verschiedenen Variationen anbieten. Ebenfalls am Spieß gibt es diverse Früchte, teilweise sogar ganze Melonenscheiben, die im Sommer sehr erfrischend sind. Im Winter sind gegrillte Süßkartoffeln (Hongshu, 红薯) sehr lecker, außerdem wärmen sie hervorragend. Gegarte Maiskolben (Yumi, 玉米) werden fast immer angeboten und erfreuen sich offenbar auch ganz besonderer Beliebtheit. Ebenfalls saisonal unabhängig, aber besonders an kalten Tagen empfehlenswert sind Jianbing (煎饼), dünne, zusammengerollte Fladen mit Ei, Chili und Kräutern. Für den Sommer empfiehlt sich Liangban (凉拌), ein kalt serviertes Nudelgericht. Die eigentümlichsten Snacks gibt es beim Nachtmarkt (bei Dong Hua Men, 东华门), direkt an der bekannten Shoppingmeile Wangfujing (王府井) gelegen. Aber Vorsicht - Seepferdchen und Seesterne am Spieß gehören hier noch zu den harmloseren Snacks.

Links:

Plate of the day - Jianbing. Weblog-Eintrag zum Jianbing mit Fotos. (Englisch)

Flickr - Dong Hua Men Night Market. Kleine Fotogalerie zum Nachtmarkt. (Englisch)

Hobotraveler - Night Market in Beijing. Ebenfalls eine "schöne" Fotogallerie zum Nachtmarkt. (Englisch)

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Im chinesischen Restaurant

Die Auswahl an Restaurants in Beijing ist so groß, das man leicht den Überblick verliert, zum Teil gibt es ganze Straßen, die ausschließlich Restaurants beherbergen, allen voran die bekannte Geisterstraße (Guijie, 鬼街). Neben der herausragenden Beijinger Küche sind auch alle bekannten Lokalküchen Chinas in der Stadt vertreten. Manche Restaurants haben sich auch ganz auf eine bestimmte Speise spezialisiert, Beijing-Ente etwa (Beijing Kaoya 北京烤鸭). Diese hat mit den in deutschen China-Restaurants angebotenen gleichnamigen Gericht übrigens gar nichts gemein. Gegessen wird nur die obere Hautschicht, die in einen kleinen, hauchdünnen Teigfladen gewickelt wird, zusammen mit in eine Fisch- oder Erdnußsauce getauchtem Gemüse.

Chinesen gehen selten alleine ins Restaurant, in Gesellschaft speist es sich einfach besser, außerdem besteht ein vollständiges chinesisches Menu meist aus einer ganzen Reihe von Speisen, viel zu viel für eine einzelne Person. Es besteht aber eigentlich immer die Möglichkeit, das restliche Essen kostenlos verpackt mitzunehmen. Da außer bei Buffets niemand einen eigenen Teller hat, bedient sich jeder wie er möchte von den bestellten Gerichten (als Ausländer unter Chinesen wird man unweigerlich gezwungen alles einmal zu probieren). Jeder hat aber eine eigene Schüssel mit Reis, die unter Umständen jedoch erst extra angefordert werden muss, zumal es die Angewohnheit gibt, den Reis erst zum Schluss zu servieren. Unter Umständen ebenfalls extra angefordert werden müssen Servietten und Tee. In China wird üblicherweise nicht getrennt bezahlt, einer bezahlt für alle und kann sich dabei recht sicher sein, beim nächsten Mal seinerseits eingeladen zu werden.

Für den unerfahrenen Ausländer stellen sich im chinesischen Restaurant zwei Probleme: Speisekarte und Stäbchen (Kuaizi, 筷子). Der Umgang mit letzteren kann schon zuhause geübt werden, es ist nicht so schwer wie es aussieht, oder besser gesagt, die Schwierigkeit hängt von der Art der Speise ab. Ohne Chinesisch-Kenntnisse jedoch kann sich die Speisekarte als echtes Hindernis herausstellen, ein paar Namen gängiger Gerichte sollte man schon besser kennen. Glücklicherweise gibt es oft genug auch englische Speisekarten und noch viel häufiger bebilderte Speisekarten. Wer aber tatsächlich nur nach den Bildern geht, sollte sich zumindest vorher über den Schärfegrad der gewählten Speise schlau machen. Es ist auch nicht verkehrt zu schauen, was die anderen Leute so bestellen, man kann so recht schnell herausfinden, was die Spezialität des Hauses ist. Die Bedienung um Rat zu fragen ist nicht unbedingt der beste Weg, denn diese wird fast immer die teuersten Gerichte des Hauses empfehlen. Wer gerne Salat isst, hat es in China nicht leicht. Zwar hat fast jedes Restaurant Salate auf der Speisekarte stehen, doch sind diese meist übertrieben gesüßt. Obstsalate bestehen oft nur aus klein geschnippelten Äpfeln. Um sich mit der chinesischen Küche wirklich anfreunden zu können, sollte man aber ohnehin einen überaus neugierigen Magen mitbringen. Dann aber tritt man ein in eine Welt der Geschmacksvielfalt, die man so schnell nicht wieder verlassen möchte.

In chinesischen Restaurants geht es mitunter derart locker zu, dass der westliche Besucher leicht an der Existenz von Tischmanieren zweifeln könnte. Es gibt sie aber natürlich, nur sind es eben andere als bei uns im Westen, ihre Einhaltung deswegen aber nicht weniger wichtig. Das Essen soll Spaß machen und das wird gerne einmal lautstark bekundet. Je lauter es in einem chinesischen Restaurant zugeht, desto besser ist sehr wahrscheinlich das Essen dort (Übertreiben sollte man es aber nicht). Chinesische Restaurants gibt es in allen Formen und Größen, die meisten davon sind auch für Leute mit schmalem Budget erschwinglich. Manche Restaurants erstrecken sich über mehrere Etagen, die Bedienung kommuniziert über Handys miteinander. Für den kleinen Hunger zwischendurch ist so ein Restaurant freilich keine gute Wahl, besser man geht in eines der zahllosen kleinen Sichuan (四川) Restaurants (meist Chengdu Xiaochi, 成都小吃 genannt), besonders, wenn man nur alleine unterwegs ist.

Literatur und Links:

Hauser, Francoise; Sommer, Katharina: Chinesisch kulinarisch Wort für Wort. Reise Know-How Verlag Rump 2002.

China heute - Die Fressgasse in Beijing. Artikel zu der bekannten Restaurantmeile in Beijing. (Deutsch)

Wikipedia - Chinesische Küche. Wikipedia-Portal zur chinesischen Küche. (Deutsch)

Essen in China. Diese Seite ist vor allem wegen der Fotos zur chinesischen Küche interessant (Deutsch)

Wikipedia - Essstäbchen. Wikipedia-Seite zur Geschichte und zum Umgang mit Essstäbchen. (Deutsch)

Wikipedia - Chinese Dishes. Lange Liste mit Namen chinesischer Gerichte. (Englisch)

Eatingchinese. Eine Menge Links rund um die chinesische Küche. (Englisch)

China9 - Tischsitten beim Essen in China. Kleine Einführung in die chinesischen Tischsitten. (Deutsch)

Dining out in Beijing - Chinese Food. Nach Lokalküchen und Spezialitäten sortierter Restaurantguide für Beijing. (Englisch)

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Kuchen und Backwaren

Auch wenn das typische chinesische Frühstück etwas anderes vermuten lässt, es ist überhaupt kein Problem in Beijing Kuchen und Backwaren westlicher Art zu bekommen. Man muss dazu nicht einmal in einen westlichen Laden gehen, fast alle Supermärkte haben eine eigene Backwarenabteilung und Kuchenläden bzw. Bäckereien finden sich in der ganzen Stadt. Schon von weitem kann diese Läden vom Geruch her erkennen, und so gut wie es riecht, schmeckt es auch. Es schmeckt aber oft ganz anders als im Westen, auch wenn es fast gleich aussieht. Kuchen und Torten sind sehr süß und an künstlichen Farbstoffen wird sicher nicht gespart. Sie dienen allerdings auch fast nur einem einzigen Zweck: als Präsent bei Geburtstagen und Hochzeiten. Ohne derartige Anlässe käme wahrscheinlich kein Chinese auf die Idee einen Kuchen zu kaufen. Neben diversen süßen Backwaren gibt es vor allem noch Brötchen und Croissants. Brot hingegen ist nach wie vor ziemlich selten. Da die meisten Chinesen keinen Käse essen und auch viele andere Brotaufstriche nahezu unbekannt sind, ist Brot in China aber auch mehr oder weniger überflüssig.

Das Angebot eigener, chinesischer Backwaren ist natürlich in Beijing nicht minder groß und für entdeckungsfreudige Reisende kulinarisch sicherlich auch interessanter. Die meisten chinesischen Backwaren sind nicht zum Frühstück gedacht, sondern als Snack für zwischendurch oder für festliche Anlässe. Chinesische Snacks und Backwaren bekommt man jedoch eher nicht in den oben erwähnten Bäckereien, sondern in kleinen Straßenläden, bei Straßenhändlern, sowie in Supermärkten und spezialisierten Geschäften. Manche Leckereien sind nur für bestimmte Anlässe gedacht, so etwa die chinesischen Mondkuchen (月饼). Diese werden besonders zum chinesischen Neujahrsfest (春节) in großer Zahl hergestellt und verkauft.

Links:

Wikipedia - Chinese Bakery. Wikipedia-Seite zu chinesischen Backwaren. (Englisch)

Wikipedia - Mooncake. Wikipedia-Seite zum chinesischen Mondkuchen. (Englisch)

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Tee (茶) und Teehäuser (茶园)

Teehäuser sind in Beijing im Vergleich zu Südchina zwar nicht allzu häufig (allerdings gibt es immerhin über 500) und dazu noch teuer, doch die Qualität des Tees und das Ambiente sollten dafür mehr als entschädigen. Tatsächlich ist es das ruhige, entspannend wirkende Ambiente, welches den besonderen Reiz der meisten Teehäuser ausmacht. An manchen Orten besteht auch die Möglichkeit, an einer chinesischen Teezeremonie teilzunehmen. Es gibt Teehäuser für jeden Geldbeutel, doch teurer als Kaffee (der auch nicht viel billiger als in Europa ist) ist Tee fast immer. Das gilt auch, wenn man den Tee selber im Fachgeschäft kauft. Derartige Geschäfte sind sehr häufig, obwohl die Nordchinesen keine so ausgesprochenen Teetrinker sind wie die Südchinesen. Auch in jedem Restaurant bekommt man Tee, oft ungefragt und gratis. Ansonsten einfach nachfragen und gegebenenfalls nach dem Preis erkundigen, denn den billigen Tee einfacher Restaurants servieren bessere Restaurants grundsätzlich nicht. Am weitesten verbreitet ist der grüne Tee, doch auch andere Teesorten sind selbstverständlich erhältlich. Tee ist übrigens immer eine gute Geschenkidee in China, ganz ähnlich wie ein Früchtekorb, freilich sollte es dann schon gehobene Qualität sein.

Adressen und Links:

Teehaus im Tempel der großen Erleuchtung (大觉寺): eines der besten, jedoch auch teuersten Teehäuser in ganz Beijing und Umgebung.

Lao She Chaguan (老舍茶园): dieses Teehaus ist nach dem Theaterstück "Das Teehaus" (Chaguan, 茶园) des berühmten Beijinger Schriftstellers Lao She (老舍) benannt. Abends finden oft Bühnenaufführungen statt. Adresse: Qianmen Xidajie 3 (前门 西大街 3).

Maliandao (马连道): als der beste Ort, um in Beijing Tee einzukaufen gilt die Maliandao Teestraße, wo sich eine sehr große Zahl hochkarätiger Teehändler angesiedelt hat.

CRI - Tianqiao Le Teahouse. Ein Artikel zu dem sehr bekannten Tianqiao Le Teehaus (天桥乐茶园). (Englisch)

Beijing this Month - Teahouses. Eine Liste bekannter Teehäuser in Beijing. (Englisch)

Simply Recipes - Chinese Tea Ceremony. Erfahrungsbericht von einer chinesischen Teezeremonie. (Englisch)

Chinabroadcast - Die chinesische Teekultur. Sehr schöne Einführung in die chinesische Teekultur. (Deutsch)

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