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Chinatown in San Francisco

San Franciscos Chinatown gehört zu den größten und ältesten Chinatowns weltweit. Mit über 100.000 Einwohnern ist Chinatown extrem dicht besiedelt, was sich auch auf den oft übervollen Straßen des Viertels bemerkbar macht. Die Grant Avenue stellt dabei die zentrale, aber auch sehr touristische Einkaufsstraße von Chinatown dar, und nimmt am viel fotografierten Chinatown Dragon Gate ihren Anfang. Neben seinen vielen Geschäften und Restaurants (die nicht nur eine meist sehr gute und authentische Küche zu bieten haben, sondern für amerikanische Verhältnisse gleichzeitig auch angenehm preiswert sind) und der allgemein sehr interessanten Architektur mit markanten Gebäuden wie dem Telephone Exchange House oder der City Bank, hat Chinatown jedoch noch einiges mehr zu bieten. Gerade in den kleineren Seitengassen (v.a. Waverly Place) findet sich der ein oder andere Tempel und in dem kleinen Park Portsmouth Square gehen junge wie alte Chinesen von früh bis spät diversen Sport- und Freizeitbeschäftigungen nach. Unweit des Portsmouth Square befindet sich auch das Chinese Culture Center, welches Ausstellungen zu vorwiegend zeitgenössischer chinesischer Kunst beherbergt. Über die Geschichte der chinesischen Migration nach Amerika informiert hingegen das am anderen Ende von Chinatown gelegene Museum der Chinese Historical Society of America.

Obwohl Chinatown sicherlich das Herzstück der chinesischen Gemeinde von San Francisco darstellt, sind China und die chinesische Kultur und Sprache doch an vielen weiteren Orten der Stadt überaus präsent. Eine sehr große, touristisch aber wenig interessante Ansammlung asiatischer Geschäfte und Restaurants findet sich beispielsweise weit im Westen der Stadt entlang des Geary Boulevards. Außerdem trifft man vielerorts auf die historischen Spuren der chinesischen Immigration nach Kalifornien, selbst an eher unerwarteten Plätzen wie an Bord eines historischen Dreimasters beim Maritimen Museum. Wer sich aufs Land in Richtung der Sierra Nevada und des Yosemite Nationalparks begibt, kommt zudem unter Umständen an alten ländlichen Gemeinden vorbei, die zur Zeit des Goldrausches sehr stark von Chinesen geprägt worden sind, wie etwa Locke oder China Camp. Für die meisten chinesischen Immigranten begann das Leben in Amerika jedoch zunächst auf der von San Francisco bequem mit der Fähre zu erreichenden Insel Angel Island. Im dortigen Sammellager für Immigranten aus aller Welt (vorwiegend aber ganz klar aus China) mussten die Neuankömmlinge oft viele Monate oder gar mehrere Jahre unter recht kärglichen Bedingungen verbringen, bis schlussendlich eine Entscheidung über die Einwanderungserlaubnis getroffen wurde. Ihren Frust und ihre Einsamkeit fern der Heimat, die sie oft aus purer Not verlassen mussten, äußerten viele der Migranten in Form von Gedichten, welche sie in die Holzwände der Schlafstätten des Lagers ritzten und die bis heute ein wertvolles historisches Zeugnis der chinesischen Migration nach Amerika ablegen. Wer sich für chinesische Geschichte und asiatische Kunst im Allgemeinen interessiert, dem sei in San Francisco zu guter Letzt auch noch ein Besuch des Asian Art Museum empfohlen, welches als eines der weltweit wichtigsten und größten Museen für asiatische Kunst gilt.


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Das ehemalige Sammellager für (hauptsächlich chinesische) Immigranten (Immigration Station) auf Angel Island:

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Weiterführende Informationen

Anreise:Chinatown kann vom zentral gelegenen Union Square leicht zu Fuß erreicht werden (es geht jedoch steil hinauf!), außerdem hält die California Cable Car Linie in Chinatown (Grant Avenue). Das Chinese Culture Center befindet sich an der 750 Kearny Street (im dritten Stock des Hotels), und das Museum der Chinese Historical Society of America an der 965 Clay Street. Die Fähren nach Angel Island fahren von Pier 41 ab.
Öffnungszeiten:Chinese Culture Center Dienstags - Samstags 10.00 - 16.00 Uhr; Chinese Historical Society of America Dienstags - Freitags 12.00 - 17.00 Uhr, Samstags 11.00 - 16.00 Uhr; Immigration Station Montags - Sonntags 11.00 - 15.00 Uhr
Eintrittspreise:Das Chinese Culture Center ist eintrittsfrei, Spenden sind jedoch immer willkommen. Für das Museum der Chinese Historical Society of America werden 5 Dollar bzw. ermäßigt 3 Dollar fällig. Für Angel Island fallen die Kosten für die Fähre an (siehe dafür die Webseite der Blue & Gold Fleet) und der Eintritt für den Museumsbereich des Sammellagers (Erwachsene 5 Dollar, Ermäßigt 3 Dollar).
Weiterführende Links: Chinatown San Francisco. Offizielle Webseite der Chinatown von San Francisco. (Englisch)

Wikipedia - Chinatown, San Francisco. Wikipedia-Seite zur Chinatown von San Francisco. (Englisch)

PBS.org - The Story of Chinatown. Artikel zur Geschichte von Chinatown. (Englisch)

Wikipedia - Geschichte der Chinesen in den USA. Wikipedia-Seite zur Geschichte der Chinesen in den USA. (Deutsch)

Westkueste-USA.de - Chinatown. Reisebericht zu Chinatown. (Deutsch)

SFGate.com - Chinatown. Liste mit den wichtigsten Gebäuden, Shops und Restaurants in Chinatown. (Englisch)

Chinese Historical Society of America. Offizielle Webseite der Chinese Historical Society of America. (Englisch)

Chinese Culture Center. Offizielle Webseite des Chinese Culture Center. (Englisch)

Angel Island State Park. Offizielle Webseite des Angel Island State Park. (Englisch)

Wikipedia - Chinese Camp, California. Wikipedia-Seite zum Goldgräberort Chinese Camp. (Englisch)

Wikipedia - Locke, California. Wikipedia-Seite zur historischen chinesisch-amerikanischen Landgemeinde Locke. (Englisch)

Asian Art Museum. Webseite des Asian Art Museum. (Englisch)