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Seoul Special

Das Herz Südkoreas



Inhalt:

Einleitung

Tempel und Paläste

Natur und Parks

Stadtbummel

Allgemeine Daten und Fakten

Links zum Thema

Weiterführende Literatur

Einleitung

Seoul ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz Südkoreas. Die eigentliche Stadt Seoul nimmt nur eine vergleichsweise kleine Fläche ein, ist aber extrem dicht besiedelt. Betrachtet man jedoch die Metropolregion Seoul als Ganzes, handelt es sich auch flächenmäßig um eine der größten Städte der Welt (de facto kommt Seoul gleich hinter Tokio und Mexico-City). Zu der Metropolregion Seoul gehört auch die Millionenstadt Incheon mit dem internationalen Flughafen, auf dem die meisten Flüge nach Südkorea enden. An einem direkten U-Bahn-Anschluss von Seoul zum Flughafen wird derzeit noch gebaut, doch sorgen zahlreiche Shuttle-Busse schon jetzt für den reibungslosen Transfer in die Stadt. Die etwa einstündige Fahrt kostet etwa 8000 Won, wobei 1000 Won ungefähr einem Euro entsprechen.

An dieser Stelle vielleicht ein Wort zu den Preisen. Korea ist nicht in jeder Hinsicht günstiger als Deutschland. Es gibt jede Menge einfacher Herbergen, die in der Preisklasse mit deutschen Jugendherbergen vergleichbar sind. Eine U-Bahn-Fahrt im Zentrum Seouls kostet 1000 Won, darüber hinaus bis zu 2000 Won. Die Eintrittspreise zu Museen und Sehenswürdigkeiten sind in der Regel in der Tat sehr günstig, für Tempel und einige andere Orte braucht man gar nichts zu bezahlen. Deutlich kostspieliger ist das Speisen in Seoul, die Supermarktpreise gleichen denen in Deutschland und für ein Menu in einem einfachen Restaurant sind 3000 bis 10000 Won zu zahlen. Getränke sind dabei aber nicht enthalten, denn Koreaner pflegen nicht beim Essen zu trinken (mit Ausnahme alkoholischer Getränke), dafür gibt es aber meist eine Suppe, sowie ein Glas Wasser oder Tee zur Begrüßung. Kleidung kann günstig auf den großen Märkten erstanden werden, vor allem in Dongdaemun (U-Bahn Linien 1 und 4, Haltestelle Dongdaemun) und Namdaemun (U-Bahn Linien 1 und 2, Haltestelle City Hall). Markenartikel gibt es in Itaewon (U-Bahn Linie 6, Haltestelle Itaewon) und Myeongdong (U-Bahn Linie 4, Haltestelle Myeong-dong). Filme und Musik kosten, wenn es sich um neue Titel handelt, genausoviel wie in Deutschland. Bei älteren oder kommerziell wenig erfolgreichen Titeln fallen die Preise aber rapide. Besonders lohnend ist vielleicht der Erwerb von Elektronik-Artikeln, hier ist der Markt in Yongsan (U-Bahn Linie 1, Haltestelle Yongsan) definitv die beste Wahl. Für traditionelle koreanische Souveniers ist Insadong (U-Bahn Linien 1, 3 und 5, Haltestelle Jongno sam-ga) die erste Wahl.

In Seoul angekommen gibt man sich möglicherweise leicht geschlagen angesichts der schieren Größe der Stadt. Dafür gibt es allerdings keinen Grund, denn die Stadt verfügt über eines der fortschrittlichsten und sichersten U-Bahn-Systeme der Welt. Selbst wer noch nie zuvor in Seoul war und kein Wort Koreanisch spricht, kann sich dank der U-Bahn sofort wie selbstverständlich durch die Stadt bewegen und jeden beliebigen Ort problemlos erreichen. Viel schwieriger mag da die Kommunikation mit den Koreanern erscheinen. Mit ein wenig Englisch und Körpergestik kann man sich in Seoul noch relativ gut durchschlagen, darüberhinaus jedoch könnte es schnell schwierig werden. Koreanisch ist angesichts der komplexen und vom Deutschen sehr verschiedenen Grammatik keine leicht zu lernende Sprache (aber welche Sprache ist das schon). Die geradezu geniale koreanische Schrift hingegen kann man innerhalb weniger Wochen beherrschen lernen. Für die Orientierung in der Stadt ist ein guter Stadtplan selbstverständlich ebenfalls von großen Nutzen. Einen für touristische Zwecke völlig ausreichenden Stadtplan kann man in den größeren touristischen Infostellen der Stadt kostenlos erhalten.

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Tempel und Paläste

In Seoul haben sich trotz mannigfaltiger Zerstörungen in der Vergangenheit zahlreiche Palast- und Tempelanlagen erhalten können. Insgesamt gibt es fünf Paläste: Gyeongbokgung, Changdeokgung, Changyeonggung, Deoksugung, Gyeonghuigung und Unhyeongung. Letztere beiden lohnen allerdings kaum einen Besuch. Von den anderen drei ist der Deoksugung der kleinste Palast, er liegt sehr zentral in der Stadt (U-Bahn Linien 1 und 2, Haltestelle City Hall) und hat daher die moderne Architektur Seouls als Kulisse. Der Changyeonggung (U-Bahn Linie 4, Haltestelle Hyehwa) ist an sich kaum sehenswert, allerdings liegt er in einem schönen Park, der seinerseits mit dem königlichen Ahnenschrein, dem Jongmyo (U-Bahn Linien 1, 3 und 5, Haltestelle Jongno sam-ga) verbunden ist. Dieser stellt eine Oase der Ruhe inmitten des Großgetümmels dar. Der Gyeongbokgung (U-Bahn Linie 3, Haltestelle Gyeongbokgung) ist der größte Palast Seouls und wirkt ein bischen wie eine verkleinerte Version der Verbotenen Stadt in Beijing. Allerdings sind die kulturellen Sehenswürdigkeiten Koreas generell längst nicht so überlaufen wie in China. Wer genauer hinsieht, wird auch die vielen kleinen Unterschiede in der Architektur erkennen können. Nicht allzu weit entfernt vom Gyeongbokgung befindet sich übrigens der Sitz der Regierung, das so genannte Blue House. Obwohl die Berglandschaft im Hintergrund für eine atemberaubende Kulisse sorgt, kann es der Gyeongbokgung an Schönheit nicht ganz mit dem Changdeokgung (U-Bahn Linie 3, Haltestelle Anguk) aufnehmen. Diese außergewöhnlich gut erhaltenene Palastanlage kann nur im Rahmen einer der mehrmals täglich stattfindenden Führungen besichtigt werden. Höhepunkt einer solchen Führung ist sicherlich der Geheime Garten im hinteren Teil der Palastanlage. Gar nicht weit vom Palast entfernt ist Bukchon, ein kleines Stadtviertel, mit vielen gut erhaltenen traditionellen Bauten (U-Bahn Linie 3, Haltestelle Anguk). Alle Palastanlagen liegen zudem in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem der größeren Museen Seouls, manchmal befinden sich diese sogar direkt auf dem Palastgelände.

Die buddhistischen Tempel Seouls sind anders als die Paläste nicht unbedingt immer so ganz leicht aufzufinden. Sehr zentral liegt der Jogyesa (U-Bahn Linie 3, Haltestelle Anguk). Auf der anderen Seite des Han-Flusses nahe des koreanischen World Trade Centers liegt der Bongeunsa, die größte Tempelanlage Seouls (U-Bahn Linie 2, Haltestelle Samseong). Am Stadtrand und eine gute halbe Stunde von der nächsten U-Bahnstation (Linie 4, Haltestelle Suyu) entfernt, befindet sich der Hwagyesa. Die kleine, an einem Berghang gelegene Anlage lohnt für sich alleine eigentlich nicht den Besuch, doch von hier aus führen auch zahlreiche Wanderpfade in den Pukhansan-Nationalpark, der immer einen Ausflug wert ist. Über die ganze Stadt verteilt finden sich viele weitere kleinere Tempel, die allerdings nicht auf jedem Stadtplan eingezeichnet sind. Es lohnt sich also, sich seine Nachbarschaft einmal ein wenig genauer anzusehen, meist ist der nächste Tempel gar nicht so weit entfernt. Buddhistische Einrichtungen werden in Korea übrigens grundsätzlich mit einem Hakenkreuz gekennzeichnet, auch auf den Stadtplänen. Eintritt braucht selbst für die stark von Touristen frequentierten Anlagen nicht bezahlt werden. Viele Tempel bieten meist über das Wochenende ein Tempel-Stay-Programm an, in welchem sich das Tempelleben näher kennenlernen lässt.

Mit der U-Bahn (Linie 1, Haltestelle Suwon) kann unter anderem die Nachbarstadt Suwon erreicht werden, die für Besucher einiges zu bieten hat. Vom Bahnhof aus fahren Busse in das etwas außerhalb gelegene Korean Folk Village, in welchem sich unter anderem das traditionelle koreanische Handwerk kennenlernen lässt. In Suwon selbst aber befindet sich eine weitere Attraktion, die man vom Bahnhof aus sogar noch zu Fuß erreichen kann. Es handelt sich um die alte Festungsstadt Hwaseong, die komplett ummauert ist und inmitten des modernen Suwon liegt. In der Tat ist das moderne Suwon sogar schon hinter die Festungsmauern vorgedrungen. Von der begehbaren Mauer aus bietet sich ein Panoramablick auf die Stadt, sowie auf die von ihr ummauerte Palastanlage im Zentrum. Beide Orte lohnen jeweils für sich einen Tagesausflug, weshalb man sinnvollerweise eine Übernachtung in Suwon in Betracht ziehen sollte.

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Natur und Parks

Es wäre sicherlich übertrieben, Seoul als eine grüne Stadt bezeichnen zu wollen, dennoch findet sich hier insgesamt sehr viel mehr Grün als in vielen anderen asiatischen Großstädten. Die Menschen nutzen jeden verfügbaren Raum (meist die in der Regel abgeflachten Dächer ihrer Häuser) als Gartenfläche für Nutz- und Zierpflanzen. Es gibt einige wenige Alleen und viele ausgedehnte Parkanlagen. Seoul ist umgeben von Bergen und hat einige von ihnen sogar schon verschluckt. Auf den Gipfeln solcher Berge wurden glücklicherweise keine Appartmenthäuser aufgezogen, sondern kleine Parks eingerichtet, von denen sich gute Ausblicke auf die umgebende Stadt bieten. Das bekannteste Beispiel ist der weithin sichtbare Namsan (U-Bahn Linie 4, Haltestelle Myeong-dong) mit dem Fernsehturm. Mit 265 Metern ist der Namsan selbst im Vergleich zu den ohnehin recht flachen Bergen Koreas nicht sehr hoch, doch die Aussicht ist atemberaubend. Außerdem führt der Fernsehturm nochmals 236 Meter zusätzlich in die Höhe. Am Fuße des Namsan liegt Namsangol (U-Bahn Linien 3 und 4, Haltestelle Chungmuro), ein für Touristen hergerichtetes koreanisches Dorf, welches einen guten Einblick in die traditionelle Architektur vermittelt.

Unter den Parks ist unter anderem der Pagoda Park (U-Bahn Linien 1, 3 und 5, Haltestelle Jongno sam-ga) im Zentrum der Stadt von Interesse, in welchem eine alte Pagode aufbewahrt wird. Der Seoul Grand Park (U-Bahn Linie 4, Haltestelle Seoul Grand Park) ist eine Mischung aus Zoo, Botanischen Garten und Vergnügungspark und ist von dicht bewaldeten Bergen umgeben. Die Gegend dort lädt zum Wandern ein, doch der Zoo selbst ist eher enttäuschend, nicht zuletzt aufgrund der sehr schlechten Haltungsbedingungen. Im kleinen Yongmasan Park (U-Bahn Linie 7, Haltestelle Yongmasan) gibt es einen Wasserfall zu betrachten, der jedoch nicht immer Wasser führt. Natur pur gibt es aber letztlich vor allem in dem ausgedehnten Pukhansan Nationalpark (U-Bahn Linie 3, Haltestelle Gupabal) im Norden der Stadt. Der Nationalpark ist ausgesprochen gut erschlossen. Es gibt zahlreiche ausgewiesene Wanderpfade, entlang derer sich Rastplätze, WCs und hin und wieder sogar Telefonzellen und kleine Imbissbuden finden lassen. Trotz seiner Größe kann es an den Wochenenden recht voll im Pukhansan werden.

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Stadtbummel

Seoul hat natürlich sehr viel mehr zu bieten, als sich auf dieser einen Seite auch nur annähernd vorstellen lässt. Beinahe an jeder Straßenecke kann man etwas Neues entdecken. Der folgende virtuelle Stadtbummel soll einen kleinen Einblick in die tatsächliche Vielfalt der südkoreanischen Hauptstadt liefern.

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Allgemeine Daten und Fakten

Staat: Die koreanische Halbinsel unterteilt sich in die beiden Staaten Nordkorea mit Pyongyang und Südkorea mit Seoul als Haupstadt. Nordkorea ist der letzte verbleibende totalitäre kommunistische Staat, während Südkorea Ende der 1980er Jahre den Weg zur Demokratie eingeschlagen hat.

Größe: Die Fläche Südkoreas beträgt etwa 99.392 km², diejenige Nordkoreas 122.762 km². Das Stadtgebiet Seouls umfasst 605,52 km² (die Metropolregion Seoul ist jedoch um ein Vielfaches größer).

Bevölkerung: Südkorea hat eine Bevölkerung von 49 Millionen Menschen, im etwas größeren Norden leben hingegen nur 22 Millionen Menschen. In Seoul selbst leben etwa 10 Millionen Menschen, in der Metropolregion insgesamt 22 Millionen.

Klima: Auf der gesamten koreanischen Halbinsel überwiegt ein gemäßigtes Klima, im äußersten Süden jedoch findet sich ein eher subtropisches Klima vor. Aufgrund des Klimawandels gehen viele Beobachter davon aus, dass Korea in absehbarer Zukunft in weiten Teilen von einem subtropischen Klima geprägt sein wird.

Karte von: Perry-Castañeda Map Collection - Korea.
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Links zum Thema

Seoul Metropolitan Government. Offizielle Webseite der Stadt Seoul mit sehr vielen nützlichen Reiseinformationen. (Englisch)

Korea heute. Die Presse-Abteilung der Botschaft Koreas bietet aktuelle Nachrichten und landeskundliche Informationen. (Deutsch)

Tour2Korea. Online-Portal der offiziellen koreanischen Tourismus-Organisation. (Deutsch)

Wikipedia - Portal Korea. Links zu allen Korea-Seiten bei Wikipedia. (Deutsch)

Urbanrail - Seoul. Karte des Seouler U-Bahn-Netzes mit weiterführenden Informationen. (Englisch)

Escortmap - Map of Seoul. Karte von Seoul. (Englisch)

Radio Korea International. Aktuelle Nachrichten aus Korea. (Deutsch)

Korean Times. Online-Auftritt der englischsprachigen Korea Times. (Englisch)

Chosun Ilbo. Englischsprachiger Online-Auftritt der großen koreanischen Tageszeitung. (Englisch)

Koreana. Online verfügbare Vierteljahreszeitschrift mti vielen Beiträgen zu Kultur und Gesellschaft Koreas. (Deutsch)

Life in Korea. Neben dem kommerziellen Angebot hält dieses Online-Portal auch jede Menge Reiseinfos bereit. (Englisch)

Koreanfilm. Herausragende Seite zum koreanischen Film. (Englisch)

Scribblings of the Metropolitician. Anspruchsvoller Blog und Podcast über Seoul und die koreanische Gesellschaft. (Englisch)

Cyworld. Vermutlich das wichtigste koreanische Online-Portal. (Koreanisch)

Pride of Korea. Informative private Seite zu Korea. (Deutsch)

Nuku. Unterhaltsamer und umfangreicher Korea-Blog. (Deutsch)

Korean Quarterly. Kostenpflichtige Zeitschrift, doch die diversen Reviews können online eingesehen werden. (Englisch)

Korea Journal. Koreawissenschaftliche Zeitschrift, bis auf die jeweils letzten zwei Ausgaben können alle Ausgaben kostenfrei heruntergeladen werden. (Englisch)

Korea Focus. Sämtliche Ausgaben dieser vorwiegend politikwissenschaftlichen Korea-Zeitschrift sind kostenfrei online verfügbar. (Englisch)

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Weiterführende Literatur

Da Korea hierzulande nach wie vor ein eher unbekanntes Reiseland ist, gibt es nur vergleichsweise wenig brauchbare Publikationen zum Thema und vieles davon ist teilweise schon veraltet. Deutlich besser ist die Lage hingegen auf dem englischsprachigen Markt. Viele wichtige englische Titel sind am Besten (und in der Regel billiger) in den fremdsprachlichen Abteilungen der großen Buchhandlungen in Korea selbst zu beziehen. Die wichtigste Anlaufstelle in Seoul ist das Kyobo-Building (U-Bahn Linie 5, Haltestelle Gwanghwamun), die größte Buchhandlung des Landes. Kleiner und mit einer etwas anderen Titelauswahl ausgestattet ist Bandi & Luni's Bookstore (U-Bahn Linie 1, Haltestelle Jonggak). Eine gute Buchauswahl hat auch der deutschsprachige Online-Shop Korean Book Services. Obwohl es um aktuelle Reiseliteratur und Sprachlehrwerke zu Korea im deutschsprachigen Raum eher schlecht bestellt ist, fand im Zuge der Frankfurter Buchmesse 2005, als Korea Gastland war, erfreulichlich viel koreanische Belletristik ihren Weg nach Deutschland. Das beste Angebot hierzu bietet der Pendragon-Verlag. Hier nun eine kleine Auswahl interessanter Titel:

Won-bok Rhie: Korea Unmasked. In Search of the Country, the Society and the People. Gimm-young 2005.

Hierbei handelt es sich um einen anspruchsvollen Comic, welcher die Geschichte Koreas und seiner Beziehungen zu seinen Nachbarländern nacherzählt. Außerdem werden die Eigenheiten und Besonderheiten der koreanischen Gesellschaft auf amüsante Art und Weise vorgestellt. Zwar wirkt der bisweilen etwas zu patriotische Tonfall und so manche Verallgemeinerung etwas störend, doch gewährt dieses ungewöhnliche Buch definitiv einen sehr tiefen Einblick in die koreanische Denk- und Lebensweise. Unbedingt empfehlenswert, auch für Nicht-Comic-Leser!


Guy Delisle: Pyongyang - A Journey in North Korea.

In seinem unverkennbaren satirischen Stil beschreibt der Comiczeichner Guy Delisle seine Erfahrungen aus einem Arbeitsaufenthalt in der nordkoreanischen Hauptstadt. Es gibt diesen Comic übrigens auch auf Deutsch (Pjöngjang), unverständlicherweise kostet die deutsche Fassung jedoch 5,50 Euro mehr.


Byung-Joon Byun: Run, Bongu, run!

Ein vorbildlich ins Deutsche übertragener Manhwa (koreanischer Comic). Der Junge Bongu sucht in Seoul seinen Vater, der hier nach gewinnbringender Arbeit Ausschau halten wollte, sich stattdessen aber in Armut wiederfand.


Bildatlas Special Südkorea.

Trotz seines Alters ist dieser Bildatlas nach wie vor der beste und günstigste Korea-Reiseführer auf dem deutschen Markt. Freilich kann der Informationsgehalt des schmalen Bandes nicht mit dem der Korea-Reiseführer der Lonely Planet Reihe mithalten, aber der Atlas ist sehr schön illustriert und gut zu lesen.


Young-Ja Beckers-Kim: Koreanisch für Anfänger.

Dieses, 31 Lektionen umfassende Koreanisch-Lehrwerk ist relativ weit verbreitet und mit gewissen Einschränkungen auch für ein Selbststudium geeignet. Wer sich ernsthaft mit der koreanischen Sprache auseinandersetzen möchte, kommt um dieses Buch kaum herum.


Kauderwelsch Reihe Band 44: Koreanisch Wort für Wort.

Wer sich nur für kurze Zeit in Korea aufhält, aber trotzdem ein wenig Koreanisch sprechen können möchte, dem sei dieses Büchlein empfohlen. Da hier zusätzlich viele landeskundliche Informationen und nützliche Reiseinfos vermittelt werden, ist es schon fast ein Pflichtkauf.

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