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Huoguo (火锅)

Huoguo ist ein echtes Gemeinschaftsgericht und kann alleine gar nicht so richtig genoßen werden. Gemeinsam sitzt man an einem Tisch, in der Mitte ein großer Topf mit kochenden Wasser, von einer Flamme ständig erhitzt. Rundherum stehen Teller mit allen möglichen Beilagen, die nach und nach in das kochende Wasser gegeben werden. Wenn etwas gar gekocht ist, wird es mit dem Stäbchen aus dem brodelnden Wasser gezogen und vor dem Verzehr in ein kleines Schälchen mit Soße getunkt. Huoguo bedeutet Feuertopf und dies kann durchaus wörtlich genommen werden. Nicht nur wird der Feuertopf im Idealfall auf lodernder Flamme serviert, er gehört auch zu den schärfsten Gerichten der chinesischen Küche. Allerdings ist der hohe Schärfegrad kein Muss, sondern kann je nach verwendeten Zutaten deutlich varieren. Huguo ist ein Gericht, dass sich verständlicherweise besonders im Winter großer Beliebtheit erfreut, manche Restaurants haben sich ganz auf die Zubereitung von Feuertopf-Gerichten (von denen es eine große Zahl gibt) spezialisiert. Besondere Berühmtheit haben die extrem scharfen Feuertopf-Gerichte der Provinz Sichuan (四川) erlangt.

Zutaten und benötigte Kochutensilien

Einen echten chinesischen Feuertopf haben wohl nur die wenigsten bei sich Zuhause (ist jedoch in größeren Asia-Supermärkten problemlos erhältlich), doch ein normaler großer Topf in Verbindung mit einer einfachen elektrischen Herdplatte erfüllt ebenso seinen Zweck. Ohne geht es allerdings nicht, denn das Wasser im Topf muss immer wieder zum Kochen gebracht werden. Anders als bei vielen anderen chinesischen Gerichten, die im Prinzip auch mit Messer, Gabel und Löffel gegessen werden könnten, sollte man bei einem Huoguo übrigens besser nicht auf Stäbchen verzichten. Jedenfalls wirkt es wenig elegant, wenn man die Beilagen mit einem großen Löffel oder gar einer Kelle (zum umrühren und prüfen, was sich eigentlich noch alles im Topf befindet aber sicher geeignet) aus dem Topf fischt und die Soße dabei vielleicht noch ungewollt mit Wasser aus dem Topf immer weiter verdünnt.

Für den Einkauf der Zutaten sollte man auf jeden Fall in einen Asia-Supermarkt gehen. Zumindest die Soßen, in welche man die zuvor im Feuertopf gar gekochten Zutaten hineintunkt, sind nur dort erhältlich, außerdem ist die Auswahl möglicher Beilagen dort deutlich größer.

Zutaten: bei der Wahl der Beilagen sind der Fantasie im Prinzip keine Grenzen gesetzt, bei Fleisch ist jedoch darauf zu achten, dass dieses möglichst mager und in sehr dünne Streifen geschnitten ist. In China wird gerne Rind- oder Lammfleisch als Hauptbeilage verwendet, doch es kann durchaus darauf verzichtet werden. Als weitere Zutaten kommen z.B. Tofu, Eisbergsalat, Krabben, Tintenfische, Fischbällchen, Glasnudeln oder Pilze in Frage. Unbedingt benötigt wird eine spezielle Soßenmasse, die in verschiedenen Variationen in Asia-Märkten erhältlich ist. Einige dieser Soßen sind sehr scharf, im Zweifelsfall also besser nachfragen.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 1: Viele Pilzarten kommen für einen Feuertopf im Betracht, wer aber die Zutaten ohnehin im Asia-Markt kauft, sollte es einmal mit den leckeren Chashu Pilzen (茶树菇, Chashugu) probieren.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 2: Soßenmasse. Halten Sie im Asia-Markt nach kleinen Packungen mit der Aufschrift Huoguo Tialiao (火锅调料) Ausschau. In diesem Fall handelt es sich passend zu den ausgewählten Zutaten um eine Soßenmasse mit der Geschmacksrichtung Meeresfrüchte (海鲜, Haixian).

Zubereitung

Die Zubereitung eines Huoguo ist denkbar einfach, da sich hier im Grunde jeder selbst (wie bei einem Fondue) sein Essen aus den bereitgestellten Beilagen zusammenstellt. Das Wasser, in welchem diese gekocht werden, braucht auch nicht gesalzt oder anderweitig gewürzt zu werden, da die Soßenbeilage bereits ausreichend gewürzt ist.

Beilagen: die Beilagen sind die Zutaten selbt, sie müssen nur eventuell zuerst in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Anschließend können sie direkt in das kochende Wasser gegeben werden. Es empfiehlt sich die Beilagen etappenweise in den Topf zu geben und zuerst diejenigen Beilagen zu wählen, die eine lange Garzeit haben, wie zum Beispiel manche Pilzarten.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 3: Fertige Beilagen.

Soße: die Soßenmasse aus dem Asia-Markt je nach Zahl der Personen auf mehrere Schälchen verteilen und mit warmen Wasser aus dem Topf verdünnen, eventuell etwas Essig beigeben.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 4: Die Soßenmasse ist bereits servierfertig, sie braucht nur noch verdünnt zu werden.

Serviervorschlag: die ersten Beilagen sollten erst in das Wasser gegeben werden, nachdem dieses zu kochen begonnen hat (bis auf die Chashu-Pilze, die eine sehr lange Garzeit haben und daher von Anfang an im Topf sein können). Das Wasser muss aber nicht die ganze Zeit über kochen, zwischendurch kann und sollte die Flamme ein wenig runtergedreht werden.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 5: Bereit zum Kochen.

Guten Appetit!

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