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Huntun (馄饨)

Huntun stellen ein weiteres chinesisches Teiggericht dar, so wie Jiaozi oder Baozi. Mit dem Unterschied allerdings, dass Huntun meist als Suppe serviert werden (die Teigtaschen können aber auch so verzehrt oder überbacken serviert werden), und in dieser Form sind sie auch im Westen relativ bekannt. Bei uns kennt man diese Suppe jedoch unter anderem Namen, nämlich als Wan-Tan-Suppe. Die so verschiedene Bezeichnung rührt daher, dass die Mehrzahl der chinesischen Restaurants im Westen von südchinesischen, meist aus Hongkong (香港) oder der Nachbarprovinz Guangdong (广东) stammenden Auslandschinesen betrieben werden. Der südchinesische Dialekt unterscheidet sich aber grundlegend vom Hochchinesischen, so sehr, dass es im Grunde fast eine eigene Sprache ist. Und auf eben diesen Dialekt basiert der Ausdruck Wan-Tan-Suppe. Huntun wird in China von vielen Lokalen als Frühstücksspeise angeboten, doch von den suppenliebenden Chinesen natürlich auch zu jeder anderen Tageszeit gerne gegessen.

Zutaten

Für die Zubereitung von Huntun werden Sesamöl und getrocknetes Seegras (Vorsicht, nicht mit Sushi-Seetang verwechseln!) benötigt, beides bekommt man am Besten im Asia-Markt. Da der Teig später sehr dünn und gleichmäßig gewalzt werden muss, empfiehlt es sich eine Nudelmaschine zu verwenden.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 1: getrocknetes Seegras.

Teig (3 Personen): ca. 300g Mehl, Wasser

Füllung und Suppenbeilage (3 Personen): ca. 400g Schweine- oder Rinderhackfleisch ungewürzt, 3 Lauchzwiebeln (in China wird stattdessen meist Petersilie verwendet), Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver, Sojasoße, Olivenöl, Sesamöl, getrocknetes Seegras, kleine Garnelen (ca. 180 g), 1 Suppenwürfel

Zubereitung

Teig: der Teig besteht in der hier vorgestellten Variante nur aus Mehl und Wasser (in China aber in der Regel aus einem Reisteig), ohne weitere Zutaten, er muss sehr gut durchgeknetet werden und hinterher etwa 30 Minuten ziehen. Von der Konsistenz her, muss der Teig ziemlich fest werden, daher sparsam mit dem Wasser sein.

Füllung: von den Lauchzwiebeln werden nur die weißen Stiele für die Füllung verwendet, die grünen Blätter dienen mit als Suppenbeilage. Auf jeden Fall muss die Stiele sehr fein geschnitten und anschließend gut mit dem Hackfleisch vermischt werden. Dabei werden zusätzlich noch, je nach Geschmack, Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver beigegeben. Außerdem werden noch 2-3 Esslöffel Sojasoße und etwas Olivenöl (ein halber Esslöffel genügt) beigefügt.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 2: die fertige Füllung.

Suppenbeilage: verwendet werden die klein geschnittenen, grünen Blätter der Lauchzwiebeln, die kleinen Garnelen, Salz und Pfeffer. Außerdem wird noch etwas Sesamöl beigegeben, hier muss aber wirklich sehr vorsichtig dosiert werden, da Sesamöl sehr geschmacksintensiv ist.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 3: die fertige Suppenbeilage.

Das Füllen der Huntun: bevor mit dem Füllen begonnen werden kann, muss zunächst der Teig zu einer sehr gleichmäßigen dünnen Fladen gewalzt werden. Da dies mit einer einfachen Küchenwalze nur sehr schwer zu schaffen ist, sollte nach Möglichkeit eine Nudelmaschine verwendet werden. Hat man den Teigfladen einmal in die gewünschte Form gebracht, werden aus dem Fladen kleine, mehr oder weniger quadratische Stücke von etwa 5 cm Kantenlänge herausgeschnitten.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 4: fertige Teigfladen zum Füllen.

Nehmen Sie anschließend etwas Füllung und legen Sie diese unmittelbar vor eine der Ecken einer der Teigscheiben, halten Sie diese dabei in der Hand. Es sollte soviel Füllung wie möglich verwendet werden, nur muss sich das Teigtäschchen hinterher noch problemlos schließen lassen.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 5: Hinzufügen der Füllung.

Als Nächstes wird der Teigfladen zusammengerollt, bis kurz vor die der Füllung gegenüberliegende Ecke des Teigfladens.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 6: Zusammenrollen des Teigfladens 1.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 7: Zusammenrollen des Teigfladens 2.

Anschließend werden die Seiten des Teigfladens zusammengefaltet, bis sich ein geschlossenes Teigtäschchen gebildet hat.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 8: Zusammenfalten der Seiten.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 9: fertig gefaltete Huntun.

Zubereitung der Suppe: nehmen Sie einen mittelgroßen, etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllten Topf, geben Sie einen Suppenwürfel dazu und erhitzen Sie das Wasser. Sobald das Wasser zu Kochen beginnt, können die fertigen Huntun dazugegeben werden. Nach 10 Minuten Kochen kommt das getrocknete Seegras dazu und nach weiteren 5 Minuten die Suppenbeilage. Nun noch ein paar Minuten kochen lassen, dann ist die Suppe servierbereit.

Zum Vergrößern bitte anklicken!  Bild 10: fertige Huntun-Suppe.

Guten Appetit!

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