Sie sind hier: Specials >> Hangzhou Special

Hangzhou Special

Die Stadt der Seide und des Tees



Inhalt:

Einleitung

Westsee und Umgebung

Tempelanlagen

Kaiserkanal und historisches Zentrum

Teeplantagen von Longjing


Einleitung

Hangzhou (杭州), die Hauptstadt der Küstenprovinz Zhejiang (浙江), gehört mit zu den wichtigsten touristischen Zielen Chinas, insbesondere für chinesische Binnentouristen. Hauptattraktion ist dabei der direkt am historischen Zentrum Hangzhous angrenzende Westsee, um dessen Ufer sich die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt konzentrieren. Spuren der reichen Geschichte Hangzhous finden sich aber in vielen Teilen der Stadt wieder, schließlich war Hangzhou einmal, während der südlichen Song-Dynastie (Nansong, 南宋, 1126-1279), Hauptstadt des chinesischen Kaiserreiches. In Hangzhou nahm auch der berühmte Kaiserkanal seinen Anfang, eine gewaltige Wasserstraße in den Norden Chinas, die zwar immer noch größtenteils existent ist, aber ihre einstige wirtschaftliche Bedeutung weitestgehend eingebüßt hat. Nach wie vor werden in Hangzhou aber zwei der bedeutensten chinesischen Naturprodukte in bester Qualität produziert, nämlich Seide und Grüner Tee. Seidenprodukte und hochwertiger Tee stellen daher beliebte Mitbringsel für Touristen dar. Auch Gourmets kommen in Hangzhou voll auf ihre Kosten, denn die Stadt verfügt über eine ausgesprochen vielfältige Regionalküche.

Als beste Reisezeit für Hangzhou gelten die Monate von April bis Oktober, es herrscht ein relativ angenehmes feuchtwarmes subtropisches Klima, wobei es aber in den Sommermonaten wie nahezu überall in China sehr heiß werden kann. Hangzhou verfügt über einen internationalen Flughafen, ist aber auch mit dem Schnellzug von Shanghai aus innerhalb von ca. 45 Minuten recht einfach und bequem zu erreichen. Der Verkehr in Hangzhou selbst ist jedoch weniger komfortabel, als in manch anderen chinesischen Großstädten. Ein U-Bahn-System fehlt gänzlich und wäre aufgrund der speziellen Topographie Hangzhous (viel Wasser, hügelige Landschaft) auch nur schwer umsetzbar. Taxis sind zwar allgegenwärtig, aber oft nicht für jede beliebige Route nutzbar. Somit sind Busse das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel in Hangzhou und zumindest entlang des Westsees funktioniert das Bussystem auch sehr gut. Dort lassen sich allerdings auch viele Sehenswürdigkeiten relativ bequem zu Fuß erreichen. Wer es etwas sportlicher mag, kann außerdem an vielen Punkten der Stadt ein Fahrrad ausleihen, ein gut durchdachtes System, das auch von der Lokalbevölkerung gerne genutzt wird.

Links:

Wikipedia - Hangzhou. Wikipedia-Seite zu Hangzhou. (Deutsch)

Wikitravel - Hangzhou. Wikitravel-Seite zu Hangzhou. (Englisch)

Hangzhou.gov.cn. Webseite der Stadt Hangzhou. (Englisch)

StadtHangzhou.com. Tourismusportal der Stadt Hangzhou. (Deutsch)

TravelChinaGuide - Hangzhou. Reiseinformationen rund um Hangzhou. (Englisch)

Zhejiang-China.de. Artikel zur Provinz Zhejiang und der Stadt Hangzhou. (Deutsch)

Zurück zum Seitenanfang


Westsee und Umgebung

Der Hangzhou'er Westsee (Xihu, 西湖) ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Motiv für die chinesische Dichtkunst und Malerei und zieht bis heute zahllose Besucher aus dem In- und Ausland an. Entlang seiner Ufer, die den Charakter einer ausgedehnten Park- und Gartenlandschaft haben, befinden sich eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten, darunter unter anderem mehrere Tempel und das Grab des Generals Yue Fei (岳飛), der gemeinhin als eine Art von Nationalheld gilt. Am nördlichen Seeufer erstrecken sich mehrere Hügel, welche eine schöne Aussicht über den See ermöglichen, die beste Sicht hat man jedoch von der fünfstöckigen Leifeng-Pagode (Leifeng Ta, 雷峰塔) am Südufer. Mit dem Bus gelangt man schnell von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, dabei entgeht einem jedoch vieles, weshalb es sich empfiehlt, sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf Erkundungstour zu begeben. Über den mitten durch den See führenden Su-Damm (Sudi, 苏堤) lässt sich der Weg vom Nord- zum Südufer dabei deutlich abkürzen. Um alles zu sehen, sind so oder so mehrere Tagestouren erforderlich, einen guten Startpunkt bilden dabei jeweils die bereits erwähnte Leifeng-Pagode, oder aber das nördliche Ende des Su-Dammes, nahe des Grabes von General Yue Fei.

Links:

Wikipedia - West Lake. Wikipedia-Seite zum Westsee. (Englisch)

Chinarundreisen.com - Westsee. Beschreibung der bekannten zehn Ansichten vom Westsee. (Deutsch)

Wikipedia - Yue Fei. Wikipedia-Seite zu General Yue Fei. (Englisch)

China.org - Baochu Pagoda in Hangzhou of Zhejiang Province. Kurzer Artikel zur Baochu-Pagode. (Englisch)

Wikipedia - Leifeng Pagoda. Wikipedia-Seite zur Leifeng-Pagode. (Englisch)

HU-Berlin.de - Die Leifeng-Pagode in Hangzhou. Ausführlicher Artikel zur Leifeng-Pagode (PDF-Datei). (Deutsch)

Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!

Zurück zum Seitenanfang


Tempelanlagen

Hangzhou ist eines der großen historischen Zentren des chinesischen Buddhismus gewesen und diese Tatsache spiegelt sich nicht zuletzt in den vielen Tempelanlagen der Stadt wieder. Von überregionaler Bedeutung ist nach wie vor der unweit des Westsees gelegene Lingyin-Tempel (Lingyinsi, 灵隐寺). Die nicht enden wollenden Besucherströme machen dort einen entspannten Besuch der Tempelanlage zwar nahezu unmöglich, verpassen sollte man den Lingyin-Tempel jedoch nicht, schon alleine wegen der eindrucksvollen Feilaifeng-Grotten (Feilaifeng Zaoxiang, 飞来峰造像). Dort finden sich hunderte in den Fels gehauener buddhistischer Skulpturen, von denen der lachende Maitreya-Buddha wohl am Bekanntesten ist. Gleich gegenüber der Leifeng-Pagode befindet sich mit dem Jingci-Tempel (JIngcisi, 净慈寺) eine weitere ausgedehnte buddhistische Tempelanlage. Wie beim Lingyin-Tempel handelt es sich auch hier um einen zenbuddhistischen Tempel. In architektonischer Hinsicht ist der Jingci-Tempel sicher nicht ganz so spektakulär wie der Lingyin-Temple, dafür lässt sich die Anlage meist relativ ungestört besichtigen. In der hügeligen Landschaft, die sich am südlichen Ufers des Sees erstreckt finden sich viele weitere kleinere buddhistischer Tempelanlagen, wer jedoch auf der Suche nach einem daoistischen Tempel ist, sollte den Baopu-Tempel (Baopu Daoyuan, 抱朴道院) am Nordufer aufsuchen. Dieses kleine, sehr idyllisch auf einem dicht bewaldeten Hügel gelegene daoistische Kloster ist nicht ganz leicht ausfindig zu machen. Es lohnt sich aber, den (zwar kurzen, aber stellenweise recht steilen) Weg dorthin auf sich zu nehmen, denn es handelt sich um ein echtes Kleinod daoistischer Tempelbaukunst. Nach einem Besuch im Kloster bietet sich zudem eine weitere Wanderung über die Hügelkette etwa bis hin zur Baochu-Pagode an.

Links:

Lingyinsi.org. Offizielle Webseite vom Lingyin-Tempel. (Englisch)

Wikipedia - Lingyin-Tempel. Wikipedia-Seite zum Lingyin-Tempel. (Deutsch)

Wikipedia - Jingci Temple. Wikipedia-Seite zum Jingci-Tempel. (Englisch)

China.org - Baopu Taoist Temple. Artikel zum Baopu-Tempel. (Englisch)

Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!

Zurück zum Seitenanfang


Kaiserkanal und historisches Zentrum

Mehrere Kanäle durchziehen die Stadt Hangzhou, aber der mit Abstand bekannteste unter ihnen ist der Kaiserkanal (Dayunhe, 大运河), der mit einer Länge von insgesamt etwa 1800 Kilometern einst bis nach Beijing führte. Bis heute ist dieser eindrucksvolle Verbund von mehreren Kanalteilstücken mit leicht veränderten Kursverlauf existent, ohne aber länger von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung als Schifffahrtsroute zu sein (de facto sind auch nicht mehr alle Teile des Kanals überhaupt noch schiffbar). Iwe es früher einmal in Hangzhou entlag des Kaiserkanals ausgesehen haben könnte, lässt sich sehr gut bei der Dadou Kulturstraße nachvollziehen, wo die ursprüngliche Hangzhou'er Architektur nachgebaut wurde. Aber auch so eignen sich die Ufer des Kanals und kleinerer angegliederter Kanäle sehr gut für ausgedehnte und erholsame Spaziergänge ungestört vom hektischen Straßenverkehr ringsum. In architektonischer Hinsicht noch ursprünglicher, wenngleich ebenfalls stark restauriert, präsentiert sich das historische Zentrum von Hangzhou mit der geschäftigen Qinghefang (清河坊) oder auch einfach Hefang (河坊街) Straße als seinem (touristischen) Herzstück. Neben allerlei Souvenirläden findne sich hier auch zahlreiche Restaruants und (Snack-)Bars, in welchen die vielfältige Hangzhou'er Regionalküche kennengelernt werden kann. Da das historische Zentrum direkt am Seeufer liegt, lassen sich ein Besuch des Zentrums und zumindest eines Teils der Sehenswürdigkeiten entlang des Sees sehr gut miteinander kombinieren. Auch ist das Chinesische Seidenmuseum (Zhongguo Sichou Bowuguan, 中国丝绸博物馆) relativ leicht vom Zentrum aus zu erreichen.

Links:

Wikipedia - Kaiserkanal. Wikipedia-Seite zum Kaiserkanal. (Deutsch)

TravelChinaGuide - Qinghefang Ancient Street. Artikel zur Hefang-Straße. (Englisch)

Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!

Zurück zum Seitenanfang


Teeplantagen von Longjing

Neben der Seide ist Hangzhou vor allem für seinen grünen Tee bekannt, wobei der Longjing- oder Drachenbrunnen-Tee (Longjing Cha, 龙井茶) sich der größten Beliebtheit erfreut. Der Longjing-Tee wird in dem gleichnamigen Dorf angebaut, welches sich auf einem Hügel direkt vor den Toren der Stadt befindet. Bereits der Weg dorthin (Longjing kann bequem mit dem Bus innerhalb einer halben Stunde vom Westsee aus erreicht werden) fürt an zahllosen Teeplantagen vorbei und nicht zuletzt am Chinesischen Teemuseum. Dort können sich die Besucher ausgiebig über die Geschichte und die Produktion des Chinesischen Tees informieren, für Teeliebhaber ein absolutes Muss. In Longjing selbst, sowie in den umliegenden Ortschaften kann dann der Tee gekauft und zum Teil sogar selbst gepflückt werden. Da relativ viele Variationen des Longjing-Tees existieren, ist eine gute Beratung beim Kauf des Tees unerlässlich, da sonst leicht die Gefahr besteht, einen Tee von nur minderer Qualität zu erhalten. Ein Besuch Longjings lohnt sich übrigens auch für Wanderer, denn die Landschaft in und um die Teeanbaugebiete ist äußerst reizvoll und es gibt es einige sehr gut ausgebaute Wanderwege, z.B. von Longjing aus zurück ins Tal.

Links:

China National Tea Museum. Webseite des Chinesischen Teemuseums. (Englisch)

CNN - Hangzhou's Ultimate Green Tea Experience. Artikel zum Dorf Longjing. (Englisch)

Wikipedia - Longjing Tea. Wikipedia-Seite zum Longjing-Tee. (Englisch)

Xihu Longjing Tea - An Insider's Guide. Artikel zum Longjing-Tee. (Englisch)

Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken! Zum Vergrößern bitte anklicken!

Zurück zum Seitenanfang